Spätschicht

Theaterkneipe mit buntem Licht und frisch gepresster Musik

 

   
 

spätschicht

 

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Die Spätschicht. Für die einen mag es die Hölle sein, für die Anderen das Paradies.
Herr E. Sitzt rechts am Eingang mit seinem Mickeymauskopfhörern an der Technikkanzel.
Auf seiner Brust grinst der rote Teufel, der selbe wie draußen über der Eingangstüre.
Die Lüster oben an der Decke schenken uns ihr schummriges Restlicht.
Kurze Zwischenansage über das Mikrophon: "Ja, guten Abend, ich bin der Johann."
Er heißt eigentlich Erich und nicht Johann, aber man muss es ihm nachsehen.
Er ist auch nicht schizophren, sondern Schauspieler ebim Cabaret des Grauens.
"ich bin also der Johann und wir hören jetzte etwas vom Jonny Cash."
Manchmal spielt auch wer Klavier oder es tanzen zwei den Stehblues.
Hinten gibt es die schwarze Bar, Gegenüber der rote Samtvorhang.
Und dahinter wahlweise, die Gearderobe oder das Separee.
Hier also sitzt man; betrinkt oder verliebt sich,
Und wartet auf die letzte nachtvorstellung der Verrückten.
Aber das kann noch dauern, also legt Herr eine nächste Platte auf
Und wir hören einen alten Vorkriegsschlager:
 
Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da
Die Nacht ist da, dass was passiert!

 

 

 

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